Eine 800 Jahre alte Walser-Siedlung
Rimella (Remmalju) ist ein kleines Dorf auf 1000 m an der Südseite des Monte Rosa, wo sich vor 800 Jahren eine Gruppe von Hirten aus dem Kanton Wallis angesiedelt hat.
Die Gründung geht auf 1255 zurück: Am 27. August dieses Jahres erhielten 12 Familien aus dem Visp-Tal die Zuteilung von Almrechten und von der Kirchenbehörde von San Giulio sul Lago D’Orta die Erlaubnis, eine Mühle zu errichten.
Die Abgeschiedenheit und die soziokulturelle Eigenständigkeit haben die alemannischen Sprachformen erhalten, sie aber auch in die italienische Syntax integriert. Die Sprache (tittschu rimellese) wurde mündlich weitergegeben und noch 1970 sprach fast die gesamte Bevölkerung – es waren 300 Einwohner – diese Sprache.
Sprache und kulturelle Isolation
Walser-Architektur und religiöse Traditionen
Architektonisch haben die Häuser von Rimella einen steinernen Unterbau mit einem hölzernen Überbau im Blockbausystem. Dieses gewährt auch auf sehr steilem Gelände eine große Stabilität.
Das Centro Studi Walser setzt sich für Erhaltung und Förderung von Walser Geschichte, Sprache und Kultur ein.
Gemeinde Rimella
Frazione Chiesa 13020 Rimella - Vercelli
016355203
Walser-Büros