Ein Walserdorf im Lys-Tal
Issime (Éischeme) liegt im Lystal auf 960 m. ü.d.Meer und zählt rund 400 Einwohner. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert besiedelten Walser das Gebiet am Fuße des Monte Rosa. Die Sprache alemannischen Ursprungs bezeichnet man als töitschu.
Bei besonderen Anlässen tragen die Frauen das antike Brautkleid, das auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück geht.
Die Pfarrkirche, dem hl. Jakobus dem Älteren geweiht, war in alten Zeiten erbaut worden. In ihrem Inneren befindet sich der majestätische Hauptaltar, ein Werk der Gebrüder Gilardo, er trägt das Datum 1698.
In den Fraktionen und den umliegenden Talschluchten findet man verschiedene Kapellen, die von den Einheimischen im Laufe der Jahrhunderte errichtet wurden. Die bekannteste ist jene von San Grato, Chröiz, und jene der Hl. Margerita von Buard, mit dem berühmten Teufelsprozess von 1601 in Verbindung zu bringen ist.
Der majestätische Hauptaltar in der Pfarrkirche
Landschaft, Gliederung und Architektur
Besonders zu erwähnen ist der Vallone San Grato, ein natürliches Museum und wertvollstes Kultur-und Umweltdenkmal.
Issime ist in drei Gebiete aufgeteilt: in La Plaine oder Issime Saint Jacques (das heutige Zentrum und der Vallone di Tourison), la Montagne (Valloni di San Grato und von Bourines) sowie Tiers dessus oder Issime Saint Michel (die heutige Gemeinde Gaby).
Von einiger Bedeutung ist die Lostrennung von Gaby, seit 1952 mit Regionalgesetz zur selbständigen Gemeinde erhoben.
Typisches Bauelement ist der Stoadal, Kornspeicher oder Heustadel überall in der Landschaft verstreut.
Walser Kulturverein Augusta Issime